MDMA als pharmakologischer Test zur Untersuchung des Oxytocin-Systems bei Menschen mit und ohne soziale Angst
Zusammenfassung der Studie
Oxytocin ist ein Hormon, das im Gehirn gebildet wird und eine wichtige Rolle bei sozialer Wahrnehmung, Bindung, Vertrauen und Stressregulation spielt. Es könnte sein, dass das Oxytocin-System bei Menschen mit sozialer Angst anders funktioniert. Dies möchten wir in dieser Studie untersuchen und messen Oxytocin und verwandte Stoffe im Blut. Soziale Angststörung ist die häufigste Angststörung. Viele Betroffene haben starke Angst, vor anderen zu sprechen. MDMA (Ecstasy/Wirkstoff 3,4-MDMA) kann im Körper vorübergehend den Oxytocin-Spiegel stark erhöhen. Dadurch eignet es sich, um das Oxytocin-System zu untersuchen. Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob sich die Oxytocin-Ausschüttung nach der Einnahme von MDMA (100 mg) bei Erwachsenen mit sozialer Angststörung von jener bei gesunden Kontrollpersonen unterscheidet, jeweils im Vergleich zu einem Placebo.
(BASEC)
Untersuchte Intervention
Die zu untersuchende Intervention ist die einmalige orale Verabreichung von 3,4-Methylenedioxymethamphetamin (MDMA) unter kontrollierten klinischen Bedingungen. MDMA wird in dieser Studie nicht als therapeutisches Medikament eingesetzt, sondern als pharmakologischer Stimulus zur Aktivierung des endogenen Oxytocin-Systems. Untersucht wird die physiologische Oxytocin-Antwort, gemessen über zirkulierendes Neurophysin-I (NP-I), bei Personen mit sozialer Angststörung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen.
(BASEC)
Untersuchte Krankheit(en)
Soziale Angststörung
(BASEC)
Einschlusskriterien – Personen mit sozialer Angststörung (SAD): - Aktuelle Diagnose einer sozialen Angststörung gemäss DSM-5 - Ausgeprägte Redeangst (Public Speaking Anxiety Scale ≥ 73) Einschlusskriterien – Gesunde Kontrollpersonen: - Keine aktuelle oder frühere soziale Angststörung gemäss DSM-5 - Keine relevante Redeangst (Public Speaking Anxiety Scale ≤ 40) Allgemeine Einschlusskriterien (für alle Studienteilnehmenden) - Alter zwischen 18 und 45 Jahren - Keine regelmässige Medikation, ausgenommen hormonelle Kontrazeptiva - Fliessende Deutschkenntnisse - Schriftliche Einwilligung nach Aufklärung (Informed Consent), dokumentiert durch Unterschrift Empfängnisverhütung Frauen im gebärfähigen Alter: kontinuierliche Anwendung einer doppelten Barrieremethode ab mindestens einem vollständigen Menstruationszyklus (bzw. ≥ 4 Wochen bei kontinuierlichen Methoden) vor der Hauptvisite, während der gesamten Studiendauer und bis 30 Tage nach der Hauptvisite Männer: kontinuierliche Anwendung einer doppelten Barrieremethode ab der Hauptvisite, während der gesamten Studiendauer und bis 30 Tage nach der Hauptvisite (BASEC)
Ausschlusskriterien
- Konsum illegaler Substanzen (mit Ausnahme von Cannabis) mehr als 10-mal im Leben oder jeglicher Konsum innerhalb der letzten zwei Monate - Konsum von alkoholischen Getränken > 15 Standardgetränke pro Woche - Tabakkonsum > 10 Zigaretten pro Tag - Anamnese einer kardiovaskulären Erkrankung (koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz mit LVEF < 40 %, Schlaganfall innerhalb der letzten 3 Monate, Vorhofflimmern, WPW-Syndrom) - Unkontrollierte arterielle Hypertonie (> 140/90 mmHg) oder Hypotonie (systolischer Blutdruck < 85 mmHg) - Aktuelle oder frühere schwere psychiatrische Erkrankung (z. B. Major Depression, Schizophrenie-Spektrum-Störung), mit Ausnahme einer sozialen Angststörung - Aktuelle regelmässige Einnahme psychoaktiver Medikamente (z. B. SSRI, MAO-Hemmer, Benzodiazepine, Antidepressiva, Neuroleptika) - Schwangerschaft oder Stillzeit - Diagnostizierte chronische Nierenerkrankung (CKD) Stadium > III (GFR < 30 ml/min) - Diagnostizierte Leberzirrhose oder Alanin-Aminotransferase (ALAT) bzw. Aspartat-Aminotransferase (ASAT) > 2,5-fach oberhalb des Normbereichs - Bekannte oder vermutete mangelnde Bereitschaft oder Fähigkeit zur Einhaltung des Studienprotokolls - Ausgeprägte Virtual Reality induzierte Übelkeit (BASEC)
Studienstandort
Basel
(BASEC)
Sponsor
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain Abteilung für Kognitive Neurowissenschaften Universität Basel, Birmannsgasse 8, 4055 Basel, Schweiz
(BASEC)
Kontakt für weitere Auskünfte zur Studie
Kontaktperson Schweiz
Prof. Dr. med. Dominique de Quervain
+41 61 207 02 37
dominique.dequervain@clutterunibas.chAbteilung für Kognitive Neurowissenschaften, Universität Basel
(BASEC)
Wissenschaftliche Auskünfte
nicht verfügbar
Name der bewilligenden Ethikkommission (bei multizentrischen Studien nur die Leitkommission)
Ethikkommission Nordwest- und Zentralschweiz EKNZ
(BASEC)
Datum der Bewilligung durch die Ethikkommission
28.05.2026
(BASEC)
ICTRP Studien-ID
nicht verfügbar
Offizieller Titel (Genehmigt von der Ethikkommission)
Circulating neurophysin I changes in response to the oxytocin system stimulator MDMA in individuals with social anxiety disorder and healthy controls – a pilot study (BASEC)
Wissenschaftlicher Titel
nicht verfügbar
Öffentlicher Titel
nicht verfügbar
Untersuchte Krankheit(en)
nicht verfügbar
Untersuchte Intervention
nicht verfügbar
Studientyp
nicht verfügbar
Studiendesign
nicht verfügbar
Ein-/Ausschlusskriterien
nicht verfügbar
nicht verfügbar
Primäre und sekundäre Endpunkte
nicht verfügbar
nicht verfügbar
Registrierungsdatum
nicht verfügbar
Einschluss des ersten Teilnehmers
nicht verfügbar
Sekundäre Sponsoren
nicht verfügbar
Weitere Kontakte
nicht verfügbar
Sekundäre IDs
nicht verfügbar
Angaben zur Verfügbarkeit von individuellen Teilnehmerdaten
nicht verfügbar
Weitere Informationen zur Studie
nicht verfügbar
Ergebnisse der Studie
Zusammenfassung der Ergebnisse
nicht verfügbar
Link zu den Ergebnissen im Primärregister
nicht verfügbar