Studie zur Behandlung von Tinnitus mit personalisiertem Hirnwellen-Training (Neurofeedback)
Zusammenfassung der Studie
In dieser Studie wird untersucht, ob ein spezielles Training mit Hirnwellen (Neurofeedback) die Beschwerden von Menschen mit dauerhaftem Ohrgeräusch (Tinnitus) lindern kann. Teilnehmende absolvieren über etwa neun Monate mehrere Termine, bei denen die Gehirnaktivität mit einer speziellen Kappe gemessen wird. Durch visuelle Rückmeldung auf einem Bildschirm lernen die Teilnehmenden, ihre Hirnwellen gezielt zu beeinflussen. Insgesamt sind 20 Trainings und 5 Messungen geplant. Die Studie ist so gestaltet, dass die Teilnehmenden sowohl das aktive Training als auch eine Scheinbehandlung erhalten. Weder die Teilnehmenden noch die Prüfpersonen wissen, welche Behandlung zu welchem Zeitpunkt erfolgt, was einer zufälligen Zuteilung wie bei einem Münzwurf entspricht. Zusätzlich werden Hörtests durchgeführt und Fragebögen zum Wohlbefinden und Tinnitus-Erleben eingesetzt. Alle Verfahren sind sicher und nicht-invasiv. Leichte, vorübergehende Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen können nach den Sitzungen sehr selten auftreten. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, die Behandlung von Tinnitus in der Zukunft zu verbessern.
(BASEC)
Untersuchte Intervention
Bei der in dieser Studie untersuchten Intervention handelt es sich um eine personalisierte Neurofeedback-Therapie (NFB). Dies ist ein nicht-invasives Trainingsverfahren, das auf die gezielte Veränderung von Hirnaktivitätsmustern abzielt, die mit chronischem Tinnitus in Verbindung stehen.
Als Studien-Gerät wird ein EEG-System (BrainProducts actiChamp) mit 64 Elektroden verwendet, um die Hirnströme der Teilnehmenden in Echtzeit zu messen. Eine eigens entwickelte Software analysiert diese Daten und identifiziert mittels maschinellem Lernen für jeden Teilnehmenden individuelle, Tinnitus-relevante Merkmale im EEG.
Diese personalisierten Merkmale dienen als Grundlage für das Training. Während der Sitzungen erhalten die Teilnehmenden eine visuelle Rückmeldung ihrer Hirnaktivität auf einem Bildschirm, meist in Form einer Animation. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden lernen, ihre Hirnwellen willentlich so zu steuern, dass sich die Tinnitus-assoziierten Muster normalisieren.
Eine Trainingssitzung dauert etwa 15 Minuten. Die gesamte Studie umfasst auch eine Kontrollbedingung mit einer Schein-Behandlung (Placebo-Neurofeedback), um die spezifische Wirksamkeit des Trainings zu überprüfen. Die Studie wird doppelt-verblindet durchgeführt, sodass weder Teilnehmende noch die Prüfpersonen wissen, welche Behandlung verabreicht wird.
(BASEC)
Untersuchte Krankheit(en)
Tinnitus
(BASEC)
Personen können an der Studie teilnehmen, wenn sie die folgenden Kriterien erfüllen: Gesunde Frauen, Männer oder diverse Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren Bestehender chronischer, subjektiver Tinnitus seit mehr als 3 Monaten Tinnitus-Belastung von Grad 2 bis 4 (mittelschwer bis schwer) gemäss dem Tinnitus Handicap Inventory (THI-Fragebogen mit 18–76 Punkten) Fliessende Deutschkenntnisse Bereitschaft und Fähigkeit, an allen für die Studie notwendigen Terminen teilzunehmen Unterzeichnete Einwilligungserklärung nach umfassender Aufklärung über die Studie (BASEC)
Ausschlusskriterien
Personen können nicht an der Studie teilnehmen, wenn eines der folgenden Kriterien zutrifft: Gleichzeitig bestehende neurologische oder psychiatrische Erkrankungen Regelmässige Einnahme von Medikamenten, die das zentrale Nervensystem beeinflussen (z.B. Neuroleptika, Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder Antiepileptika) Vorliegen von Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) Somatischer Tinnitus (Tinnitus, der durch Körperbewegungen beeinflusst wird) Asymmetrischer Hörverlust (Unterschied zwischen den Ohren von mehr als 20 dB) oder ein pantonaler Hörverlust von mehr als 40 dB bei Frequenzen bis zu 2 kHz Schwangerschaft, Stillzeit oder die Absicht, während der Studiendauer schwanger zu werden Bekannter oder vermuteter Drogen- oder Alkoholmissbrauch Teilnahme an einer anderen klinischen Studie mit einem Prüfpräparat innerhalb der letzten 30 Tage vor oder während der aktuellen Studie Personen, die in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Prüfleitung oder zum Sponsor stehen (z.B. Mitarbeitende, Familienangehörige) (BASEC)
Studienstandort
Zürich
(BASEC)
Sponsor
University and University Hospital of Zurich
(BASEC)
Kontakt für weitere Auskünfte zur Studie
Kontaktperson Schweiz
Tobias Kleinjung
+41 44 255 58 55
tobias.kleinjung@clutterusz.chUniversity Hospital Zurich Department of Otorhinolaryngology and Head & Neck Surgery Frauenklinikstrasse 24 CH-8091 Zurich Switzerland
(BASEC)
Wissenschaftliche Auskünfte
nicht verfügbar
Name der bewilligenden Ethikkommission (bei multizentrischen Studien nur die Leitkommission)
Ethikkommission Zürich
(BASEC)
Datum der Bewilligung durch die Ethikkommission
20.02.2026
(BASEC)
ICTRP Studien-ID
nicht verfügbar
Offizieller Titel (Genehmigt von der Ethikkommission)
ANTARES: Advanced Neurofeedback for Tinnitus Applying Representational EEG Signatures (BASEC)
Wissenschaftlicher Titel
nicht verfügbar
Öffentlicher Titel
nicht verfügbar
Untersuchte Krankheit(en)
nicht verfügbar
Untersuchte Intervention
nicht verfügbar
Studientyp
nicht verfügbar
Studiendesign
nicht verfügbar
Ein-/Ausschlusskriterien
nicht verfügbar
nicht verfügbar
Primäre und sekundäre Endpunkte
nicht verfügbar
nicht verfügbar
Registrierungsdatum
nicht verfügbar
Einschluss des ersten Teilnehmers
nicht verfügbar
Sekundäre Sponsoren
nicht verfügbar
Weitere Kontakte
nicht verfügbar
Sekundäre IDs
nicht verfügbar
Angaben zur Verfügbarkeit von individuellen Teilnehmerdaten
nicht verfügbar
Weitere Informationen zur Studie
nicht verfügbar
Ergebnisse der Studie
Zusammenfassung der Ergebnisse
nicht verfügbar
Link zu den Ergebnissen im Primärregister
nicht verfügbar