Allgemeine Informationen
  • Krankheitskategorie Koronare Herzkrankheit , Andere (BASEC)
  • Studienphase N/A (ICTRP)
  • Rekrutierungsstatus Rekrutierung abgeschlossen (BASEC/ICTRP)
  • Studienstandort
    Basel, Genf, Lausanne, Zürich
    (BASEC)
  • Studienverantwortliche Prof. Dr. med. Barbara E. Stähli barbara.staehli@usz.ch (BASEC)
  • Datenquelle(n) BASEC: Import vom 16.09.2025 ICTRP: Import vom 26.09.2025
  • Letzte Aktualisierung 26.09.2025 02:00
HumRes50576 | SNCTP000003997 | BASEC2020-01528 | NCT04310046

Studie zur Untersuchung des optimalen Zeitpunktes eines Transkatheter-Aortenklappeneingriffs und einer Katheter-Behandlung von Verengungen der Herzkranzgefässe (TAVI PCI Studie)

  • Krankheitskategorie Koronare Herzkrankheit , Andere (BASEC)
  • Studienphase N/A (ICTRP)
  • Rekrutierungsstatus Rekrutierung abgeschlossen (BASEC/ICTRP)
  • Studienstandort
    Basel, Genf, Lausanne, Zürich
    (BASEC)
  • Studienverantwortliche Prof. Dr. med. Barbara E. Stähli barbara.staehli@usz.ch (BASEC)
  • Datenquelle(n) BASEC: Import vom 16.09.2025 ICTRP: Import vom 26.09.2025
  • Letzte Aktualisierung 26.09.2025 02:00

Zusammenfassung der Studie

Tritt bei Patienten mit einer hochgradigen Verengung der Aortenklappe zusätzlich eine relevante Verengung der Herzkranzgefässe auf, müssen grundsätzlich beide Erkrankungen behandelt werden. Bei Patienten, bei welchen die Indikation zur katheter-technischen Behandlung gestellt wird (im sogenannten "Herz-Team", welches interdisziplinär aus Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammengesetzt ist), ist bisher unklar, in welcher Reihenfolge die Eingriffe durchgeführt werden sollen, um das beste Ergebnis erzielen zu können. Bei einigen Patienten wird die perkutane Koronarintervention (PCI) bereits vor der Herzklappenimplantation vorgenommen, bei anderen Patienten verschiebt man einen solchen Eingriff auf später, d.h. nach dem Eingriff an der Herzklappe. Momentan gibt es keine wissenschaftlichen Daten, um mit Sicherheit die richtige Entscheidung über die Reihenfolge der Eingriffe treffen zu können. Die TAVI PCI Studie geht daher dieser Frage nach und untersucht den zeitlichen Ablauf der beiden Behandlungen. In die Studie werden in 5 Länder insgesamt 986 Patienten eingeschlossen und es wird nach Zufallsprinzip entschieden (Randomisierung), ob zuerst die Behandlung der verengten Herzkranzgefäße oder zuerst die Behandlung der verengten Herzklappe erfolgt. Bei Patienten, die der Gruppe 1 zugeordnet werden, wird zunächst die Behandlung der Herzkranzgefäße vorgenommen (PCI) und danach (innerhalb eines Zeitraums von 1-45 Tagen) die Behandlung der Aortenklappe (TAVI). Bei Patienten, die der Gruppe 2 zugeordnet werden, erfolgt zunächst die Behandlung der Aortenklappe (TAVI) und danach (innerhalb eines Zeitraums von 1-45 Tagen) die Behandlung der Herzkranzgefäße (PCI). Die Studie untersucht lediglich die Reihenfolge der Behandlungen. Die Behandlung an sich erfolgt nach aktuellen Richtlinien und unterscheidet sich in der Durchführung nicht von Patienten, welche nicht an der Studie teilnehmen.

(BASEC)

Untersuchte Intervention

Die Studie untersucht nicht die Behandlungen an sich, sondern die Reihenfolge der Behandlungen Koronarintervention (PCI) und Katheter-Aortenklappenersatz (TAVI) bei Patienten mit einer Verengung der Aortenklappe und Verengungen der Herzkranzgefässe, bei welchen beide Interventionen indiziert sind. Die Behandlungen an sich erfolgen nach aktuellen Richtlinien und unterscheiden sich in der Durchführung nicht von Patienten, welche nicht an der Studie teilnehmen. In der Studie wird die Behandlungsabfolge "PCI vor TAVI" (Gruppe 1) mit der Behandlungsabfolge "PCI nach TAVI" (Gruppe 2) verglichen. Bei Patienten, die der Gruppe 1 zugeordnet werden, wird zunächst die Behandlung der Herzkranzgefäße vorgenommen (PCI) und danach (innerhalb eines Zeitraums von 1-45 Tagen) die Behandlung der Aortenklappe (TAVI). Bei Patienten, die der Gruppe 2 zugeordnet werden, erfolgt zunächst die Behandlung der Aortenklappe (TAVI) und danach (innerhalb eines Zeitraums von 1-45 Tagen) die Behandlung der Herzkranzgefäße (PCI).

(BASEC)

Untersuchte Krankheit(en)

Die Aortenklappe verbindet das Herz mit dem Kreislauf und hat die Funktion eines Ventils. Mit zunehmendem Alter kann es zu einer Verkalkung und Verengung der Aortenklappe, einer sogenannten Aortenklappenstenose, kommen, und der Blutfluss in den Körperkreislauf ist behindert. Diese Erkrankung gehört zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen überhaupt. Die Erkrankung führt zu Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder Schwindel und Bewusstlosigkeit. Sobald Symptome auftreten, hat diese Erkrankung unbehandelt eine schlechte Prognose. Eine hochgradige Verengung der Aortenklappe wird deshalb mittels Einsetzen einer neuen Herzklappe behandelt. Dieser Eingriff kann heutzutage meist über einen Katheter über die Leistengefässe durchgeführt werden (Transkatheter Aortenklappenimplantation, TAVI). Bei Patienten mit einer Verengung der Aortenklappe tritt in etwa der Hälfte zusätzlich eine Verengung der Gefässe, welche das Herz mit Blut versorgen, der Herzkranzgefässe auf. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung und Verkalkung der Gefässwand, welche zu Plaque-Bildung führt und so den Blutstrom behindert. Auch diese Erkrankung muss, wenn sie einen gewissen Schweregrad aufweist, kathetertechnisch mittels Ballonaufdehnung und Einsetzen einer kleinen Gefässstütze, eines sogenannten Stents, behandelt werden (perkutane Koronarintervention, PCI). Die TAVI PCI Studie untersucht nun den optimalen Ablauf der Behandlung der Verengung der Aortenklappe und von Verengungen der Herzkranzgefässe und geht der Frage nach, ob zuerst die Herzklappe oder zuerst die Herzkranzgefässe behandelt werden sollen.

(BASEC)

Kriterien zur Teilnahme
1. Patienten ≥18 Jahre mit schwerer Aortenstenose und begleitender koronarer Herzkrankheit, die für eine transfemorale TAVI mit einer Edwards SAPIEN Transkatheter-Herzklappe™ und eine PCI durch das multidisziplinäre Herzteam akzeptiert wurden. 2. Schwere Aortenstenose, definiert als Aortenklappenöffnungsfläche (AVA) ≤1,0 cm² und/oder mittlerer Druckgradient ≥40 mmHg (echokardiographisch), sowie mindestens eines der folgenden Kriterien: a) Dyspnoe b) Angina-Symptome c) Synkope d) Abnahme der linksventrikulären Ejektionsfraktion <50%, Symptome oder Blutdruckabfall unter Belastungstests oder Vorliegen von Hochrisikomerkmalen (Spitzengeschwindigkeit über der Aortenklappe >5,5 m/s, schwere Klappenverkalkung, Anstieg der Spitzengeschwindigkeit ≥0,3 m/s pro Jahr oder schwere pulmonale Hypertonie mit einem systolischen pulmonalarteriellen Druck >60 mmHg) gemäß aktuellen Leitlinien. 3. Mindestens eine koronare Läsion mit einer Stenose von ≥70 % (durch visuelle Schätzung) in einer Koronararterie mit einem Durchmesser von ≥2,5 mm und einem TIMI-Flussgrad III, die innerhalb von 45 Tagen vor oder nach der TAVI für eine PCI geeignet ist. 4. Schriftliche Einwilligungserklärung (BASEC)

Ausschlusskriterien
1. TAVI über transapikalen, subklavialen oder transaortalen Zugang 2. Hospitalisierung aufgrund eines akuten Koronarsyndroms innerhalb von 30 Tagen vor der Randomisierung 3. Elektive koronare Revaskularisation innerhalb von 3 Monaten vor der Randomisierung 4. Zuvor durchgeführte koronare Bypass-Operation (CABG) 5. Syntax Score I ≥33 6. Jegliche Kontraindikationen für eine duale Thrombozytenaggregationshemmung mit Aspirin und einem P2Y12-Inhibitor (Clopidogrel, Ticagrelor, Prasugrel), ausgenommen Patienten unter oraler Antikoagulation 7. Geplante offene Herzoperation 8. Bekannte Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Studieneinschlusses 9. Lebenserwartung <1 Jahr aufgrund einer anderen schweren nicht-kardialen Erkrankung 10. Teilnahme an einer anderen klinischen Studie mit einem Prüfpräparat 11. Akute COVID-19-Infektion 12. Patient mit zuvor behandelter Aortenstenose (BASEC)

Studienstandort

Basel, Genf, Lausanne, Zürich

(BASEC)

Switzerland (ICTRP)

Sponsor

Universität Zürich

(BASEC)

Kontakt für weitere Auskünfte zur Studie

Kontaktperson Schweiz

Prof. Dr. med. Barbara E. Stähli

+41 43 253 05 97

barbara.staehli@usz.ch

Universitätsspital Zürich, Klinik für Kardiologie

(BASEC)

Allgemeine Auskünfte

University Hospital, Z?rich,University Hospital, Z?rich,

+41 44 255 11 11;

barbara.staehli@usz.ch; barbara.staehli@usz.ch

(ICTRP)

Allgemeine Auskünfte

University Hospital, ZrichUniversity Hospital, Zrich

(ICTRP)

Wissenschaftliche Auskünfte

University Hospital, Z?rich,University Hospital, Z?rich,

+41 44 255 11 11;

barbara.staehli@usz.ch; barbara.staehli@usz.ch

(ICTRP)

Name der bewilligenden Ethikkommission (bei multizentrischen Studien nur die Leitkommission)

Ethikkommission Zürich

(BASEC)

Datum der Bewilligung durch die Ethikkommission

06.08.2020

(BASEC)


ICTRP Studien-ID
NCT04310046 (ICTRP)

Offizieller Titel (Genehmigt von der Ethikkommission)
The TAVI PCI (optimal timing of Transcatheter Aortic Valve Implantation and Percutaneous Coronary Intervention) Trial (BASEC)

Wissenschaftlicher Titel
Optimaler Zeitpunkt der transkatheter Aortenklappenimplantation und perkutanen Koronarintervention - Die TAVI PCI-Studie (ICTRP)

Öffentlicher Titel
Optimaler Zeitpunkt der transkatheter Aortenklappenimplantation und perkutanen Koronarintervention - Die TAVI PCI-Studie (ICTRP)

Untersuchte Krankheit(en)
AortenstenoseKoronare HerzkrankheitTAVIPCI (ICTRP)

Untersuchte Intervention
Verfahren: PCI vor TAVIVerfahren: PCI nach TAVI (ICTRP)

Studientyp
Interventional (ICTRP)

Studiendesign
Zuteilung: Randomisiert. Interventionsmodell: Parallele Zuweisung. Primäres Ziel: Behandlung. Maskierung: Keine (Offenes Label). (ICTRP)

Ein-/Ausschlusskriterien
Einschlusskriterien:

1. Patienten ≥18 Jahre mit schwerer Aortenstenose und begleitender koronarer
Herzkrankheit, die für eine transfemorale TAVI mit einer Edwards SAPIEN
Transkatheter-Herzklappe und PCI durch ein multidisziplinäres Herzteam
akzeptiert wurden.

2. Schwere Aortenstenose definiert als Aortenklappenfläche (AVA) ≤1,0 cm² und/oder
mittlerer Druckgradient ≥40 mmHg (Echokardiographie) und mindestens eines der
folgenden Kriterien:

1. Dyspnoe

2. Angina-Symptome

3. Synkope

4. Abnahme der linksventrikulären Ejektionsfraktion <50%, Symptome oder
Abfall des Blutdrucks bei Belastungstests oder Vorliegen von Hochrisikokriterien
(maximale transaortale Geschwindigkeit >5,5 m/s, schwere Klappenverkalkung,
maximale transaortale Geschwindigkeitsprogression ≥0,3 m/s pro Jahr oder
schwere pulmonale Hypertonie mit systolischem pulmonalen Arteriendruck >60 mmHg)
gemäß den aktuellen Richtlinien.

3. Mindestens eine koronare Läsion mit ≥70% Durchmesserstenose in der
Koronarangiographie (durch visuelle Schätzung) in einer Koronararterie ≥2,5 mm
Durchmesser und TIMI-Flussgrad III, die innerhalb von 45 Tagen vor oder nach TAVI
für eine PCI geeignet ist. Hämodynamische Läsionsbewertung durch
fraktionierte Flussreserve (FFR), instantanen wellenfreien Ratio (iwFR) oder
vergleichbare Indizes sowie intravaskulär bildgeführte PCI liegt im Ermessen des
Operateurs.

4. Schriftliche informierte Zustimmung.

Ausschlusskriterien:

1. TAVI durch transapikalen, subclavianen oder transaortalen Zugang

2. Aufnahme mit akutem Myokardinfarkt innerhalb von 30 Tagen vor der Randomisierung

3. Elektive koronare Revaskularisation innerhalb von 3 Monaten vor der Randomisierung

4. Vorherige koronare Bypass-Operation (CABG)

5. Syntax-Score I ≤33

6. Jegliche Kontraindikationen für eine duale Thrombozytenaggregationshemmung mit
Aspirin und einem P2Y12-Hemmer (Clopidogrel, Ticagrelor oder Prasugrel),
außer bei Patienten mit oraler Antikoagulation

7. Geplante Herzoperation

8. Bekannte Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Einschluss

9. Lebenserwartung <1 Jahr aufgrund anderer schwerer nicht-kardiologischer Erkrankungen

10. Teilnahme an einer anderen klinischen Studie mit einem Prüfpräparat

11. Akute COVID-19-Infektion

12. Patient mit zuvor behandelter Aortenstenose (ICTRP)

nicht verfügbar

Primäre und sekundäre Endpunkte
Das primäre Ergebnismaß ist die Anzahl der Teilnehmer, die das primäre Ergebnismaß erfahren. (ICTRP)

Das primäre Ergebnismaß;Einzelkomponenten des primären Endpunkts;Alle Todesursachen und Myokardinfarkt;Kardiovaskulärer Tod und Myokardinfarkt;Alle Todesursachen, Myokardinfarkt und ischämiegetriebene Revaskularisation;Alle Todesursachen, Myokardinfarkt, ischämiegetriebene Revaskularisation und Wiederhospitalisierung;Kardiovaskulärer Tod;Schlaganfall;Peri-prozeduraler Myokardinfarkt (PCI);Peri-prozeduraler Myokardinfarkt (TAVI);Schwere vaskuläre Komplikationen;Blutungsereignisse;Symptomstatus und Veränderung vom Ausgangswert im Symptomstatus (Canadian Cardiovascular Society (CCS) und New York Heart Association (NYHA) Klassifikation);Lebensqualität (bewertet durch die KCCQ- und TASQ-Fragebögen);Veränderung vom Ausgangswert in der Lebensqualität (bewertet durch die KCCQ- und TASQ-Fragebögen) (ICTRP)

Registrierungsdatum
nicht verfügbar

Einschluss des ersten Teilnehmers
nicht verfügbar

Sekundäre Sponsoren
nicht verfügbar

Weitere Kontakte
Markus Kasel, MD;Barbara E. St?hli, MD, eMBA;Barbara E. St?hli, MD, eMBA;Barbara E. St?hli, MD, eMBA, Barbara.Staehli@usz.ch; barbara.staehli@usz.ch, +41 44 255 11 11;, University Hospital, Z?rich,University Hospital, Z?rich, (ICTRP)

Sekundäre IDs
TAVI PCI (ICTRP)

Angaben zur Verfügbarkeit von individuellen Teilnehmerdaten
nicht verfügbar

Weitere Informationen zur Studie
https://clinicaltrials.gov/study/NCT04310046 (ICTRP)

Ergebnisse der Studie

Zusammenfassung der Ergebnisse

nicht verfügbar

Link zu den Ergebnissen im Primärregister

nicht verfügbar