Informations générales
  • Catégorie de maladie Maladies urogénitales (hors cancer) (BASEC)
  • Study Phase N/A (ICTRP)
  • État du recrutement recrutement en cours (BASEC/ICTRP)
  • Lieu de l’étude
    St-Gall
    (BASEC)
  • Responsable de l'étude PD Dr. med. Daniel Engeler daniel.engeler@h-och.ch (BASEC)
  • Source(s) de données BASEC: Importé de 21.05.2026 ICTRP: Importé de 19.04.2023
  • Date de mise à jour 21.05.2026 13:56
HumRes53088 | SNCTP000004120 | BASEC2020-02353 | NCT04560907

Abtragung der Prostata mittels Hochdruckwasserstrahl (Aquablation) im Vergleich zur Laserabtragung der Prostata (HoLEP) bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung.

  • Catégorie de maladie Maladies urogénitales (hors cancer) (BASEC)
  • Study Phase N/A (ICTRP)
  • État du recrutement recrutement en cours (BASEC/ICTRP)
  • Lieu de l’étude
    St-Gall
    (BASEC)
  • Responsable de l'étude PD Dr. med. Daniel Engeler daniel.engeler@h-och.ch (BASEC)
  • Source(s) de données BASEC: Importé de 21.05.2026 ICTRP: Importé de 19.04.2023
  • Date de mise à jour 21.05.2026 13:56

Résumé de l'étude

Die gutartige Prostatavergrösserung (BPH) ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Männern. Mit fortschreitender BPH werden oft chirurgische Behandlungen notwendig. Die Abtragung der Prostata mit dem Holmium-Laser (Holmium-Enukleation der Prostata (HoLEP)) ist ein etabliertes Verfahren in der chirurgischen Behandlung der BPH, insbesondere bei mittleren bis großen Prostatae. Die lange Lernkurve, die Dauer der Operation und die teure Ausrüstung schränken die Verfügbarkeit von HoLEP immer noch auf einige wenige spezialisierte Zentren ein. Seit kurzem ist eine neue Methode zur Behandlung der BPH namens Aquablation (Abtragung der Prostata mittels Hochdruckwasserstrahl) kommerziell verfügbar. Diese Technik verwendet Echtzeit-Ultraschallbildgebung in Kombination mit einem robotergestützten Hochdruck-Wasserstrahl, der vom Chirurgen programmiert und geführt wird, um Prostatagewebe zu entfernen. Ein durchgeführte vergleichende Studie hat Ergebnisse gezeigt die gegenüber anderen etablierten Verfahren bei kleinen bis mittelgrossen Prostatae ähnlich sind. Bislang gibt es jedoch keine kontrollierten Studien, die beurteilen, ob die Aquablation bei mittelgrossen bis grossen Prostatae im Vergleich zur HoLEP auch ähnlich sind. Da die Aquablation im Vergleich zur HoLEP hinsichtlich Lernkurve und Operationszeit einige offensichtliche Vorteile bietet, besteht das Ziel dieser Studie darin, zu prüfen, ob die Wirksamkeit und Sicherheit der Aquablation im Vergleich zur HoLEP bei Patienten mit mittelgrossen bis grossen Prostatae nicht schlechter ist, was die Anwendung der Aquablation eindeutig unterstützen und die tägliche klinische Praxis verändern würde.

(BASEC)

Intervention étudiée

Mit AquaBeam® steht seit neuestem erstmals ein roboter-assistiertes Alternativverfahren zur Operation der gutartigen Prostatavergrösserung zur Verfügung. Hierbei wird die Bildgebung eines Ultraschallgeräts mit der automatisierten Gewebeabtragung durch einen Hochdruck-Wasserstrahl kombiniert. Die Technik erlaubt eine schonende, schnelle und maximal standardisierte Abtragung von Prostatagewebe.

 

Wie funktioniert AquBeam®?

Mit Hilfe einer Ultraschall-Sonde, welche über den Enddarm eingeführt wird, kann das zu entfernende Gewebe zu Beginn der Operation genau identifiziert und markiert werden. Das eigentliche Operationsinstrument wird über die Harnröhre eingeführt und ist an die Ultraschall-Sonde gekoppelt. Über dieses kann der zuvor definierte Teil der Prostata mit einem Hochdruck-Wasserstrahl millimetergenau abgetragen werden.

Dieser Schritt erfolgt nicht freihändig, sondern durch einen unterstützenden Operationsroboter um eine maximale Präzision zu gewährleisten. Die Gewebeabtragung kann dabei durch den Operateur über eine Kamera überwacht werden. Der gesamte Eingriff mit Installation der Gerätschaften dauert gut 20 Minuten, wobei für die Gewebeabtragung nur ca. 3-4 Minuten benötigt werden.

 

Wie läuft die Behandlung ab?

Der Eingriff wird stationär durchgeführt. Es ist mit einem Spitalaufenthalt von ca. 3-4 Tagen zu rechnen. Die Operation kann in Voll- oder Teilnarkose durchgeführt werden.

Nach Durchführung der Operation wird ein Blasenkatheter eingelegt. Sollte es nach der Operation zu kleineren Nachblutungen kommen, so wird dies frühzeitig entdeckt und mittels einer angehängten Spülung kann die Ausbildung von Blutkoageln in der Blase verhindert werden. Der Blasenkatheter wird in der Regel zwei Tage nach der Operation entfernt.

 

Was sind die Vorteile der Behandlung?

Die computergestützte Führung des Instruments in Verbindung mit der sehr genauen Bildgebungstechnologie macht den Eingriff ausserordentlich präzise, sehr schnell und das Ergebnis ist erstmals weitestgehend unabhängig vom durchführenden Operateur. Somit ist eine gleichbleibende hohe Qualität gesichert. Während des kurzen Eingriffs bleibt der Wasserstrahl stets unter der Kontrolle des Operateurs.

 

Das Verfahren kann bei jeder Ausprägung der Prostatavergrösserung eingesetzt werden. Nebenwirkungen durch elektrische Spannung oder Hitze werden vermieden. Weitere Vorteile bestehen in einer schonenderen Abtragung und einer hiermit verbundenen schnelleren Wundheilung.

Durch die minimale Reizung des Gewebes können Kontinenz und Samenergussfunktion besser geschont werden.

Zusätzlich kann vollständig auf Röntgenstrahlung verzichtet werden, da die gesamte Bildgebung mittels Ultraschall erfolgt.

 

Was sind Nachteile und mögliche Komplikationen?

Wie bei allen Methoden bei denen Gewebe aus der Prostata entfernt wird, kann es zu kleineren Blutungen kommen. Durch Kontrolle über die einliegende Kamera können Blutungen jedoch frühzeitig erkannt und durch punktgenaue Verödung gestoppt werden.

Da bei der Methode Prostatagewebe abgetragen wird ist eine Voll- oder Teilnarkose notwendig. Durch den Aufbau des Instruments ist eine sichere Identifikation und Schonung des Schliessmuskels möglich. Das Risiko einer Inkontinenz ist daher minimal. Im Gegenteil zur endoskopischen Enukleation (z.B. HoLEP) wird das vergrösserte Prostatagewebe nicht komplett abgetragen. Ein Nachwachsen mit allenfalls neuerlich notwendiger Operation nach einigen Jahren kann daher nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

 

Für weitere Informationen:

 

www.procept-biorobotics.com/aquabeam-surgical-robotic-system/

und

www.kssg.ch/urologie/leistungsangebot/wasserablation-aquabeamc

(BASEC)

Maladie en cours d'investigation

Die gutartige Prostatavergrösserung betrifft mit zunehmendem Alter fast alle Männer. Symptome und Verlauf der Erkrankung sind dabei sehr verschieden. Die Therapie reicht vom Beobachten über Medikamente bis hin zur Operation. Dabei steht jeweils eine grosse Vielfalt von Verfahren zur Verfügung. Das Ziel unseres Zentrums zur Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung ist es, für jeden Patienten die ideale Therapie zu finden. Mit dem Alter stellt sich allmählich der männliche Hormonhaushalt um. Dies führt sehr häufig zu einer gutartigen Vergrösserung der Prostata, der sogenannten Prostatahyperplasie (BPH). Die Prostata gehört zu den sogenannten Geschlechtsdrüsen. Sie ist um die Harnröhre angelegt und weist normalerweise ein Volumen von 20-30ml auf. Zusammen mit den Samenblasen trägt ihr Sekret zu 90 Prozent zum Gesamtvolumen des Ejakulates (Samenflüssigkeit) bei. Dabei verhilft das in der Prostata gebildete Sekret den Spermien zur Beweglichkeit. In der westlichen Zivilisation weisen ca. 65 Prozent der 65-jährigen Männer (bei den 80 jährigen zwischen 80-90 Prozent) eine Prostatavergrösserung auf, welche Beschwerden beim Wasserlösen verursachen kann. Häufig äussert sich die gutartige Prostatavergrösserung mit einem oder mehreren der folgenden Symptome: - abgeschwächter Harnstrahl - verlängertes Warten vor dem Wasserlösen - Pressen zum Wasserlösen -Reizsymptome wie häufiges Wasserlösen (auch nachts!) oder starker Harndrang -Gefühl der inkompletten Blasenentleerung - Nachträufeln nach dem Wasserlösen Bei der Abklärung oben genannter Symptome werden die genauen Beschwerden erhoben und die Prostata durch Abtasten durch den Enddarm untersucht. Ausserdem wird in der Regel eine Urinflussbestimmung sowie eine Ultraschalluntersuchung (Restharnbestimmung, Prostata, Nieren) und eine Blutentnahme (PSA-Wert: Prostata-spezifisches Antigen im Blut) durchgeführt. Bei leichten Beschwerden können Medikamente für einen gewissen Zeitraum die Symptome verbessern. Bei unzureichendem Ansprechen, Unverträglichkeit der Medikamente oder einer weiteren Verschlechterung der Symptome wird jedoch gelegentlich eine operative Verkleinerung, respektive die Entfernung des vergrösserten Anteils der Prostata, notwendig. Zur Operation der gutartigen Prostatavergrösserung stehen hierbei verschiedene Verfahren zur Verfügung. Um die Behandlung von Patienten mit gutartiger Prostatavergrösserung weiter zu verbessern, werden an unserer Klinik regelmässig Studien zu verschiedenen Behandlungen durchgeführt. Da bei solchen Studien immer der Patient im Vordergrund steht, ist uns eine Beteiligung von betroffenen Patienten in die Studienplanung wichtig.

(BASEC)

Critères de participation
Einschlusskriterien: - Männer ≥45 Jahre - Patient muss ein Kandidat für HoLEP sein - Weiter bestehende Beschwerden bei medizinischer Therapie oder Patient ist nicht bereit, eine (weitere) medizinische Behandlung in Betracht zu ziehen - Patient hat eine Prostatagröße von mindestens 50 ml und nicht mehr als 150 ml, gemessen mit transrektalem Ultraschall (TRUS) - IPSS ≥12 (Beschwerdefragebogen) - LQL ≥3 (Beschwerdefragebogen) - Qmax ≤ 15 ml/s mit einem minimalen Miktionsvolumen ≥ 125 ml (Harnstrahlstärke bei Miktionsvolumen von mindestens 125ml) oder Harnverhalt - Schriftliche Zustimmung (BASEC)

Critères d'exclusion
Ausschlusskriterien: - Neurogene Dysfunktion der unteren Harnwege - Harnröhrenstenose (Enge der Harnröhre) - Vorgänger nachgewiesenes Adenokarzinom der Prostata (Prostatatumor) - Nickel-Allergie - Patient nicht in der Lage, Fragebögen auszufüllen - unzureichende Sprachkenntnisse für eine Zustimmung und/oder das Ausfüllen von Fragebögen (BASEC)

Lieu de l’étude

St-Gall

(BASEC)

Switzerland (ICTRP)

Sponsor

PD Dr. med. Daniel Engeler HOCH Health Ostschweiz Kantonsspital St. Gallen Klinik für Urologie

(BASEC)

Contact pour plus d'informations sur l'étude

Personne de contact en Suisse

PD Dr. med. Daniel Engeler

0041714941411

daniel.engeler@h-och.ch

HOCH Health Ostschweiz Kantonsspital St. Gallen Klinik für Urologie

(BASEC)

Informations générales

0041714941424

gautier.muellhaupt@kssg.ch

(ICTRP)

Informations scientifiques

0041714941424

gautier.muellhaupt@kssg.ch

(ICTRP)

Nom du comité d'éthique approbateur (pour les études multicentriques, uniquement le comité principal)

Ethikkommission Ostschweiz EKOS

(BASEC)

Date d'approbation du comité d'éthique

05.10.2020

(BASEC)


Identifiant de l'essai ICTRP
NCT04560907 (ICTRP)

Titre officiel (approuvé par le comité d'éthique)
Aquablation vs. Holmium Laser Enucleation of the Prostate in the Treatment of Benign Prostatic Hyperplasia in medium to large size prostates: A prospective randomized trial (BASEC)

Titre académique
Aquablation vs. Holmium-Laser-Enukleation der Prostata bei der Behandlung der benignen Prostatahyperplasie bei mittelgroßen bis großen Prostata: Eine prospektive randomisierte Studie (ICTRP)

Titre public
Aquablation vs. Holmium-Laser-Enukleation der Prostata bei der Behandlung der benignen Prostatahyperplasie bei mittelgroßen bis großen Prostata (ICTRP)

Maladie en cours d'investigation
Benigne Prostatahyperplasie (BPH) (ICTRP)

Intervention étudiée
Verfahren: Aquablation; Verfahren: HoLEP (ICTRP)

Type d'essai
Interventional (ICTRP)

Plan de l'étude
Zuteilung: Randomisiert. Interventionsmodell: Parallele Zuweisung. Primäres Ziel: Behandlung. Maskierung: Keine (Offenes Label). (ICTRP)

Critères d'inclusion/exclusion

Einschlusskriterien:

- Männer = 45 Jahre alt

- Der Patient muss ein Kandidat für HoLEP sein

- Refraktär gegenüber medizinischer Therapie oder der Patient ist nicht bereit, (weiter) medizinische Behandlung in Betracht zu ziehen

- Der Patient hat eine Prostatagröße von mindestens 50 ml und nicht mehr als 150 ml, gemessen
durch transrektalen Ultraschall (TRUS)

- IPSS = 12

- QoL = 3

- Qmax = 15 ml/s mit einem minimalen entleerten Volumen = 125 ml oder der Patient in Harnverhalt

- Schriftliche informierte Zustimmung

Ausschlusskriterien:

- Neurogene Dysfunktion der unteren Harnwege

- Urethralstenose

- Präinterventionell nachgewiesenes Adenokarzinom der Prostata

- Nickelallergie

- Nicht in der Lage, Fragebögen aufgrund kognitiver oder Denkstörungen auszufüllen

- Sprachkenntnisse unzureichend für informierte Zustimmung und / oder Ausfüllen von
Fragebögen
(ICTRP)

non disponible

Critères d'évaluation principaux et secondaires
Internationaler Prostatasyndrom-Score (IPSS) (ICTRP)

non disponible

Date d'enregistrement
14.09.2020 (ICTRP)

Inclusion du premier participant
05.01.2021 (ICTRP)

Sponsors secondaires
non disponible

Contacts supplémentaires
Gautier Müllhaupt, MD, gautier.muellhaupt@kssg.ch, 0041714941424 (ICTRP)

ID secondaires
CantonalHSG (ICTRP)

Résultats-Données individuelles des participants
non disponible

Informations complémentaires sur l'essai
https://clinicaltrials.gov/show/NCT04560907 (ICTRP)

Résultats de l'essai

Résumé des résultats

non disponible

Lien vers les résultats dans le registre primaire

non disponible